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Konfliktminerale – 3TG Conflict Minerals Sourcing – CMRT

Sehr geehrte Kunden,

Seit Mitte 2014 verpflichtet der US-Amerikanische Dodd-Frank-Act US-börsennotierte Unternehmen zu einer Offenlegung und Berichterstattung zur Verwendung von Konfliktmineralen und daraus gewonnenen Metallen. LINDY selber unterliegt diesen Pflichten nicht. Auch nicht nach der EU Verordnung 2017/821 zu Konfliktmineralen, welche ausschließlich Importeure und direkte Verarbeiter der Konfliktminerale und Metalle betrifft. Wir möchten ihnen aber dennoch die erforderlichen Antworten und Informationen zu diesem Themenbereich soweit wie möglich zur Verfügung stellen.

Die aus den Konfliktmineralen gewonnen 3TG-Metalle sind Tantal, Tin (Zinn), Tungsten (Wolfram) und Gold. Bei unseren Produkten wird Tantal in großem Umfang in der Elektronik für Kondensatoren verwendet, Zinn für Lötzinn auf Platinen sowie beim Anlöten von Steckern an Kabel, Wolfram in geringerem Maße in Chipsätzen, und Gold als Beschichtung auf Steckerkontakten sowie in Chipsätzen.
Als Konfliktminerale nach dem Dodd-Frank-Act bezeichnete Erze (Minerale) stammen aus der Demokratischen Republik Kongo und den Anrainerstaaten. Dort werden sie zum Teil illegal abgebaut und dienen auch zur Finanzierung lokaler Konflikte, besonders für etliche lokale Rebellengruppen. Seit 2014 konnte diese Problematik verbessert werden. Parallel wurden ebenfalls zertifizierte Lieferketten in diesen Konfliktgebieten aufgebaut, ganz besonders mit Förderung der EU. Für die 3T-Metalle wurden in den vergangenen Jahren viele Fortschritte erzielt, effektiv ist das aber für Gold nur sehr begrenzt möglich, unter anderem weil 1kg Gold im Vergleich einfach gewonnen und geschmuggelt werden kann und wird, und einen vergleichsweise hohen Wert von etwa 35.000€ darstellt. Bei den anderen 3T-Metallen ist der Wert um den Faktor 1000 geringer und der Gewinnungsprozess wesentlich aufwendiger. Weitere interessante Hintergrundangaben finden Sie unter den Links am Ende dieses Dokumentes.

Wir können Anfragen nach Konfliktmineralen in der Lieferkette bisher nur sehr eingeschränkt beantworten. Um dies zu verstehen ist es erforderlich, die Tiefe der Lieferkette und die Vielzahl unserer Produkte sowie die große Anzahl von Zulieferern und Fertigungsstätten in unserem Marktsegment zu verstehen.

Die große Mehrzahl der über 3000 Kabel und Elektronikprodukte werden in Fertigungsstätten in Taiwan und China hergestellt. Die Beschaffung der Rohmaterialien liegt außerhalb unseres Einwirkungsbereiches. Die Tiefe der Lieferkette ist dort hoch, und bis zu den Schmelzen bzw. Metallherstellern, die die Konfliktminerale einkaufen und verarbeiten, liegen etliche Stufen. Realistischerweise muss davon ausgegangen werden, dass in diesen Lieferketten Materialien auch aus ökonomischen Gründen eingekauft und gehandelt werden. Es gibt dort keine gesetzlichen Regeln zum Bereich konfliktfreie Minerale, so dass LINDY hier leider keinen entscheidenden Einfluss ausüben kann. Dies ist der Hauptgrund, warum wir weder verlässliche noch abschließende Aussagen zu den Schmelzen haben und ihnen daher auch keinen glaubwürdigen CMRT liefern können.
Wir versuchen aber, unsere Schlüssellieferanten auch zur Beantwortung des CMRT zu bewegen und hoffen, ihnen in den kommenden Jahren ebenfalls einen CMRT mit begrenzter Aussagekraft zur Verfügung stellen zu können.

LINDY-Elektronik GmbH
ISO 9001:2015 zertifiziert


Mannheim, Februar 2018

Dokument hier als PDF

Weiterführendes Hintergrundmaterial zu Konfliktmineralen:

https://www.ihk-limburg.de/blob/lmihk24/innovation/downloads/2299746/9ad391cd699f71e39ad8ac6a3a7be7f6/BGR_Faktenpapier_Konfliktmineralien-data.pdf

https://www.bgr.bund.de/DE/Themen/Zusammenarbeit/TechnZusammenarbeit/Projekte/Laufend/Afrika/1069_2010-2235-9_Ruanda_ICGLR.html?nn=1542366

https://www.bgr.bund.de/DE/Themen/Zusammenarbeit/TechnZusammenarbeit/Projekte/Laufend/Afrika/2000_2008-2225-4_Kongo_Kontrolle_Rohstoffsektor.html

https://www.bgr.bund.de/DE/Themen/Min_rohstoffe/Downloads/vortrag_sorgfaltspflicht_lieferkette_2016.pdf?__blob=publicationFile&v=4



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