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Lindy Netzwerkkabel
Die Kategorie auf dem Kabelmantel entscheidet, welche Datenrate am Ende tatsächlich ankommt — und ob die Verkabelung die nächste Switch-Generation noch mitmacht. Zwischen Cat.5e und Cat.8.1 liegen: Faktor 40 bei der Bandbreite, deutliche Unterschiede bei Schirmung und Reichweite und ein Mantelmaterial, das in Ausschreibungen regelmäßig vorgeschrieben wird. Diese Seite ordnet die Klassen ein — und zeigt, welches Lindy Kabel zu welchem Einsatz passt.
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Viele Farben Verfügbar!
Für ein Patchfeld, das sich selbst erklärt.
Switch und Netzwerkkarte geben an, was möglich wäre — die Strecke dazwischen entscheidet, was davon ankommt. Eine Kategorie zu niedrig, eine Schirmung zu wenig oder ein Leitermaterial, das nicht zur Streckenlänge passt, und aus 10 Gigabit werden im Betrieb Paketverluste, Neuverhandlungen auf 1 Gbit/s und ein Fehlerbild, das sich schlecht eingrenzen lässt.
Verkabelung bleibt zudem deutlich länger im Gebäude als die Aktivtechnik. Wer heute installiert, legt die Grenze für die nächsten zwei Switch-Generationen fest. Deshalb lohnt der kurze klärende Blick auf Kategorie, Schirmung und Mantelmaterial, bevor bestellt wird. Denn ist das Kabel erst in Wand, Decke oder Kabeltrasse verlegt, lässt es sich kaum noch ohne Umbau austauschen.
Drei Fehler kosten regelmäßig mehr als die Kabel selbst — weil sie erst im Betrieb oder erst in der Ausschreibungsprüfung auffallen.
Der Switch kann 10 Gigabit, die Strecke ist Cat.6 und 70m lang — und das Interface handelt auf 1 Gbit/s herunter. Cat.6 schafft 10GBASE-T nur auf kurzen Distanzen; ab 55m ist Cat.6A die Voraussetzung. Welche Kategorie Ihre Strecke trägt, zeigt die Vergleichstabelle.
Leiterquerschnitt und Material bestimmen, wie viel Leistung über lange Wege und unter Power over Ethernet ankommt. Wo beides gefordert ist, gehört Vollkupfer ins Leistungsverzeichnis — für kurze Patchwege im Rack gelten andere Maßstäbe. Wir ordnen das für Ihre Strecke ein.
Öffentliche Auftraggeber, Rechenzentren und Kliniken schreiben halogenfreie Verkabelung regelmäßig vor. Ohne passenden Artikel fällt die Position durch die Prüfung. Ein großer Teil des Lindy Sortiments ist in LSZH-Ausführung lieferbar.
Alle Kategorien sind abwärtskompatibel und nutzen denselben RJ45-Steckverbinder. Unterschiedlich sind Bandbreite, Frequenz und die Strecke, auf der die Datenrate garantiert erreicht wird.
| Kategorie | Datenrate | Frequenz | Reichweite | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|---|
| Cat.5e | 1 Gbit/s | 100MHz | 100m | Bestandsnetze, einfache Arbeitsplätze, Telefonie und IP-Kameras |
| Cat.6 | 1 Gbit/s 10 Gbit/s bis 55m |
250MHz | 100m | Standard am Arbeitsplatz, Access Points, kurze Uplinks |
| Cat.6A | 10 Gbit/s | 500MHz | 100m | Strukturierte Verkabelung, Rechenzentrum, PoE++, HDBaseT und AV over IP |
| Cat.7 | 10 Gbit/s | 600MHz | 100m | Störbelastete Umgebungen, Industrie, Nähe zu Stromleitungen |
| Cat.8.1 | 40 Gbit/s | 2000MHz | 30m | Switch-to-Server im Rack, kurze Hochlast-Strecken |
Angaben nach Kategorie-Spezifikation; erreichbare Werte hängen von Installation, Steckverbindern und Patchfeldern ab. Cat.7 wird bei Lindy mit Cat.6A-konformen RJ45-Steckern konfektioniert. Technische Auslegung prüft unser Vertriebsteam auf Anfrage.
Die Bezeichnung beschreibt zwei Aspekte der Abchirmung: den Gesamtschirm des Kabels und die Schirmung der vier verdrillten Adernpaare. Je höher die elektromagnetische Belastung am Verlegeort, desto mehr Schirmung ist sinnvoll.
U/UTP — ungeschirmt
Kein Gesamtschirm, keine Paarschirmung. Dünn, flexibel und günstig — geeignet für störungsarme Umgebungen wie Büroarbeitsplätze und kurze Patchwege im Server-Schrank.
U/FTP — Paare foliengeschirmt
Jedes Adernpaar liegt in einer eigenen Folie. Das reduziert das Übersprechen zwischen den Paaren deutlich und hält das Kabel dabei schlank — die gefragte Variante für dicht belegte Patchfelder.
S/FTP — Geflecht plus Folie
Geflechtgesamtschirm und foliengeschirmte Paare (PIMF). Die beste Abschirmung im Sortiment und die Empfehlung für professionelle Installationen, Industrieumgebungen und Trassen parallel zur Stromversorgung.
Patchkabel oder Verlegekabel?
Patchkabel haben flexible Litzenadern und einen Knickschutz am Stecker — sie verbinden Endgerät, Dose und Patchfeld. Verlegekabel mit massiven Adern (Solid Core) werden fest installiert und aufgelegt, nicht gesteckt.
Fünf Fragen, eine klare Empfehlung – und Ihre Angaben gehen direkt in die Projektanfrage.
Sortiert nach Kategorie — vom kurzen Patchweg im Rack bis zur 100m-Strecke im Gebäude.
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Projektmengen & Technik
Sechs Umgebungen, in denen die Wahl der Kategorie einen messbaren Unterschied macht.
Rechenzentrum
Cat.6A als Standard für strukturierte Verkabelung, Cat.8.1 für die kurze Switch-to-Server-Strecke im Rack. Ultra-Slim-Varianten entlasten dicht belegte Patchfelder und den Luftstrom dahinter.
Büro & Arbeitsplatz
Cat.6 deckt den klassischen Arbeitsplatz ab. Wo Access Points, Videokonferenz und Docking am selben Port hängen, lohnt direkt Cat.6A — auch wegen der PoE-Reserven.
Behörden & öffentliche Hand
Hier entscheidet oft nicht die Kategorie, sondern der Mantel: Halogenfreie LSZH-Ausführungen sind in Ausschreibungen die Regel. Lindy führt einen großen Teil des Sortiments entsprechend.
Bildung
Viele Ports, hohe mechanische Belastung, knappe Budgets. Farbcodierte Cat.6- und Cat.6A-Patchkabel erleichtern die Zuordnung am Patchfeld und halten die Dokumentation aktuell.
Industrie
Frequenzumrichter, Motoren und parallel verlegte Stromleitungen sprechen für durchgehend geschirmte S/FTP-Kabel in Cat.6A oder Cat.7 — die beste Absicherung gegen Einstreuungen.
Medientechnik & AV
HDBaseT und AV over IP setzen auf der Cat-Verkabelung auf. Cat.6A geschirmt ist die sichere Basis für Extender-Strecken, Dante-Audio und SDVoE-Installationen.
Schicken Sie uns die Anforderung aus Ihrem Leistungsverzeichnis oder die Eckdaten der Strecke — Sie erhalten eine konkrete Artikelempfehlung inklusive Verfügbarkeit, in der Regel innerhalb eines Werktags.
Kostenlose Beratung erhalten Produkte findenTechnische Fragen, Partneranfragen, Angebotswünsche und mehr - werktags sind wir bis 17 Uhr für Sie da.
T: +49 621 470050 / E: info@lindy.de
Über 90 Jahre Erfahrung | Globale Präsenz im AV- & IT Channel | Kostenloser technischer Support durch unsere Experten
Was ist der Unterschied zwischen Cat.6 und Cat.6A?
Beide nutzen denselben RJ45-Stecker, unterscheiden sich aber in Frequenz und garantierter Strecke. Cat.6 arbeitet mit 250MHz und erreicht 10 Gigabit nur auf kurzen Distanzen bis etwa 55m. Cat.6A ist mit 500MHz spezifiziert und liefert 10GBASE-T über die vollen 100m. Für Neuinstallationen ist Cat.6A deshalb die sicherere Wahl.
Ist Cat.7 besser als Cat.6A?
Nicht automatisch. Cat.7 ist mit 600MHz spezifiziert und durchgehend geschirmt, nutzt aber in der Praxis RJ45-Steckverbinder nach Cat.6A — die Übertragungsklasse der Gesamtstrecke bleibt damit Cat.6A. Der Vorteil von Cat.7 liegt in der Störfestigkeit, nicht in einer höheren Datenrate.
Brauche ich bereits Cat.8.1?
Nur dort, wo 40 Gigabit auf kurzer Strecke gefordert sind — typischerweise zwischen Switch und Server im selben Rack. Cat.8.1 ist bis 30m spezifiziert und ersetzt keine Gebäudeverkabelung. Für Etagen- und Arbeitsplatzstrecken bleibt Cat.6A der richtige Standard.
Was bedeutet „Fluke getestet“ bei Ihren Kabeln?
Die betreffenden Artikel werden nicht stichprobenartig, sondern einzeln auf einem Fluke-Messgerät geprüft und erst danach freigegeben. Geprüft werden unter anderem Dämpfung, Übersprechen und Laufzeitdifferenzen gegen die Grenzwerte der jeweiligen Kategorie.
Vollkupfer oder CCA — was brauche ich?
Das hängt von Streckenlänge und Stromversorgung ab. Kupferkaschiertes Aluminium (CCA) hat einen höheren Leiterwiderstand als Vollkupfer; auf kurzen Patchwegen ohne nennenswerte PoE-Last spielt das kaum eine Rolle, bei langen Strecken oder hoher Einspeiseleistung schon. Manche Ausschreibungen und Normen schreiben Vollkupfer ausdrücklich vor. Wir führen beide Varianten und sagen Ihnen, welche zu Ihrer Anforderung passt.
Sind die Kabel halogenfrei lieferbar?
Ja. Ein großer Teil des Sortiments ist in LSZH-Ausführung (Low Smoke Zero Halogen) verfügbar — in Cat.6, Cat.6A, Cat.7 und Cat.8.1. Elektrisch verhalten sich diese Kabel identisch zur PVC-Variante; der Unterschied liegt ausschließlich im Mantelmaterial und zeigt sich erst im Brandfall.
Gibt es Farbcodierung und größere Gebinde?
Je nach Kategorie sind die Patchkabel in bis zu acht Farben erhältlich — blau, rot, schwarz, grau, gelb, grün und weiß. Damit lassen sich VLANs, Etagen oder Sicherheitszonen direkt am Patchfeld unterscheiden. Für die Rack-Bestückung gibt es 10er-Packs, bei Cat.5e auch 50er-Gebinde.
Sind Sonderlängen und Projektmengen möglich?
Ja. Die geläufigen Längen und Farben sind ab Lager verfügbar. Sonderlängen und Sonderanfertigungen sind auf Anfrage möglich; für größere Mengen erstellen wir ein Projektangebot und reservieren die Ware für Ihren Abrufzeitraum.