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Gigabit-Ethernet-Standards

1000Base-X

Der Begriff 1000Base-X steht übergreifend für die drei 'Gigabit Ethernet'-Standards 1000Base-LX, 1000Base-SX und 1000Base-CX, die Unterscheidung der drei Unterstandards ist nach der Art und Weise des Mediumzugriffes kategorisiert:

  • Das L in 'LX' steht hierbei für 'long Wavelength', denn dieser Standard verwendet Laser langer Wellenlänge, die im 1300nm-Bereich arbeiten (1270nm - 1355nm) Es werden sowohl Singlemode- als auch Multimode-Fasern unterstützt.
  • SX steht für 'short', der Standard verwendet Laser kurzer Wellenlänge im 850nm-Bereich ( 770nm-860nm). Es können ausschliessslich Multimode-Fasern verwendet werden, die überbrückbaren Distanzen sind kürzer als bei LX, jedoch sind dafür die hier verwendeten Laser preisgünstiger.
  • CX steht mit dem C für 'copper', dieser Standard verwendet speziell abgeschirmte symmetrische Kupferkabel, die auch als 'Twinax'- oder 'Short Haul Copper'- Kabel bezeichnet werden. Die Segmentlänge ist bei diesen Kabeln auf nur 25m begrenzt. Dies beschränkt den Einsatz von Hardware dieses Standards auf kleine Bereiche, wie Server-Räume oder Kabel-Racks.

Der 1000Base-X -Standard basiert - im Gegensatz zum weiter unten beschriebenen 1000Base-T - auf Spezifikationen der physikalischen Netzwerkschicht, die aus den ANSI-Standards für Fibre Channel von 1994 übernommen wurden (ANSI X3.230-1994). Er definiert eine medienunabhängige Schnittstelle (GMII), die die Funktionen der MAC- und PHY-Schicht eines Gigabit-Ethernet-Gerätes anspricht. Die GMII ist ein Analogon zum Attachment Unit Interface (AUI) des 10mb/s Ethernet-Standard und zum Media-Independent-Interface (MII) des 100Mb/s Ethernet. Allerdings wird - anders als bei AUI und MII - beim GMII kein Steckverbinder definiert, der es erlauben würde, mittels eines Transceivers extern über ein Kabel auf das Medium zuzugreifen. Das GMII existiert nur als interne Schnittstelle zwischen verschiedenen Komponenten ein- und desselben Netzwerkgerätes.

1000Base-T

Der 1000Base-T -Standard wurde von der IEEE 802.3ab -Gruppe definiert und 1999 verabschiedet. Er definiert das 'Gigabit-Ethernet' über 100 Meter symmetrische Kupferleitungen mindestens der Kategorie 5e, sowie den 8-poligen RJ-45 -Steckverbinder.

Die Gesamt-Datenrate von 1000Mb/s wird hier durch Übertragung einer Datenrate von 250Mb/s über jedes der vier Adernpaare im Kabel erreicht. Die Signalerzeugung auf den einzelnen Paaren erfolgt unter Verwendung einer 5-Stufigen Puls-Amplituden-Modulation (PAM5), die durch ineinander verschachtelte Signale mit 125MBaud Modulationsrate auf jedem Adernpaar ein gleichzeitiges Senden und Empfangen von zu übertragenen Zeichen ermöglicht (Full Duplex). Diese Modulationsrate passt genau auf die GMII-Taktrate von 125MHz und erlaubt somit die Verwendung von Cat. 5e-Kabeln.

LINDY-Elektronik GmbH, 2003 Stand July 2003
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